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Neuigkeiten

Ein neu gefundenes Werk aus der Karolingerzeit: Der Liber testimoniorum veteris testamenti des Candidus für Karl den Großen

Eine Handschrift der Österreichischen Nationalbibliothek aus dem 16.Jh. enthält eine Kopie eines umfangreichen, bisher unbekannten lateinischen Texts: des Liber testimoniorum veteris testamenti („Buch der Zeugnisse des AltenTestaments“), verfasst von einem ‚Candidus‘ für einen Herrscher namens ‚Carolus‘. Dieser Traktat will durch Diskussion und Interpretation ausgewählter Passagen aus den Büchern des Heptateuchs nachweisen, dass Jesus Christus und sogar die christliche Trinität bereits im Alten Testament klar vorhanden und in ihrem Wirken erkennbar sei. In einem ausführlichen Widmungsbrief schreibt ‚Candidus‘, er habe dieses Werk auf Wunsch des ‚Carolus‘ verfasst, welcher „das ungläubige Volk der Agarener“, d.h. Muslime, bekehren wolle. Bei ‚Carolus‘ handelt es sich offenbar um niemand anderen als Karl den Großen und bei ‚Candidus‘ um den gleichnamigen, auch anderwärtig als Autor bekannten Gelehrten aus dessen Umfeld. Lukas J. Dorfbauer hat den Text identifiziert und bereitet derzeit die Erstausgabe vor, die ergänzt um eine Einleitung, eine Übersetzung und Anmerkungen in der Reihe ‚CSEL Extra seriem‘ publiziert werden soll. Für erste Informationen sehen Sie bitte hier.